Alles. Aus einer Hand.
Die Instandsetzungsarbeiten wurden in drei Bauabschnitte unterteilt, da die Friedhofsmauer insgesamt 332 Meter umfasst. Der erste Bauabschnitt mit rund 175 Metern, welcher bereits 2018 abgeschlossen wurde, behandelte die gesamte Nordwestmauer entlang des Spazierweges, sowie die Quermauer am aufsteigenden Hang.
Bauabschnitt 2 (104 Meter) und 3 (53 Meter) beinhalten den gesamten südöstlichen Mauerabschnitt in Hanglage, wobei Abschnitt 3 momentan zwei Lücken innerhalb des Mauerzuges aufweist. Sie werden nach Beendigung der Instandsetzungsarbeiten an der Bestandsmauer wieder vollständig mit Bruchsteinmauerwerk geschlossen. Da es sich bei dem vorhandenen Material der noch originalen Mauerabschnitte hauptsächlich um Kirchheimer Muschelkalk und Pliezhäuser Stubensandstein handelt, werden beide auch für die neuen Bereiche als Bruchsteinmauerwerk eingesetzt. Die gefüllten Lücken fügen sich dadurch harmonisch in den Bestand ein.
Während der erste Bauabschnitt aufgrund von losem Mauergefüge nur an wenigen Bereichen rückgebaut und wiederhergestellt wurde, werden am hangseitigen Mauerabschnitt insgesamt 60 Meter Mauerwerk aufgenommen, gelagert und auf einem neu hergestellten betonierten Streifenfundament neu aufgemauert. Um den Erddruck gegen die Mauer in Zukunft zu reduzieren und dadurch Verschiebungen innerhalb des Mauerwerks zu vermeiden, wird der rückseitige Hang außerhalb des Friedhofs modelliert und die Mauer somit weitestgehend freigehalten. Ein neu verlegtes Drainagerohr über die gesamte Länge des Bauabschnittes 2 und 3 wird Staunässe entgegenwirken.
Die gesamte Maßnahme wird im Herbst 2021 abgeschlossen sein. Wir freuen uns, zum Erhalt des jüdischen Gedächtnisses der Stadt Hechingen beitragen zu dürfen!